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St. Johannes Baptist

Pfarrkirche

Herzlich Willkommen in unserer Pfarrkirche St. Johannes Baptist in Stukenbrock

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Jesus sagt:
"Ich bin die Tür des Lebens.
Wer durch mich hineingeht,
wird gerettet werden."

Es geht nicht darum,
ob eine Tür groß oder klein,
prächtig oder armselig ist;
es geht nur um eins:
ob sie offen ist,
unsere Tür zu den Menschen.

Das Portal und die Wappeninschrift

Betreten Sie die Pfarrkirche durch das Hauptportal, dann entdecken Sie eine Inschrift und das Wappen des Fürstbischofs Ferdinand von Fürstenberg mit den einleitenden vier Buchstaben D.O.M.S ("DEO OPTIMO MAXIMO SACRUM"; zu deutsch: "Gott, dem Besten und Größten geweiht!")

Sie befinden sich in einer Kirche, die weit über 300 Jahre alt ist. sie ist am 29.05.1686 geweiht worden und hat Johannes den Täufer, den Wegbereiter Jesu, als Patron. Sie will ein Haus sein, das Menschen ein Zuhause bietet. Sie will helfen, den Weg zu bereiten, den Sinn unseres Lebens zu entdecken und das Ziel unseres Weges zu erreichen: das endgültige Zuhause bei Gott.

Geschichte:

1279 wird erstmals eine Kapelle genannt, vermutlich an der heutigen Römerstraße, für "Brechtme". "Brechtme" wurde urkundlich zuerst 1153 erwähnt und gehörte im Mittelalter zur Pfarrei Oerlinghausen. Seit 1614 ist Stukenbrock eine selbständige Pfarrei. Hier an dieser Stelle wurde 1614 eine kleine Kirche errichtet, die der damalige Fürstbischof Ferdinand von Fürstenberg im Jahre 1683 entscheidend erweiterte. 1686 erfolgte die Weihe der Pfarrkirche. Eine zweite und dritte Erweiterung erfolgte 1820 bzw. 1936. Zur Pfarrei zählen heute ca. 4.000 katholische Christen. Das sind ca. 50% der Gesamtbevölkerung Stukenbrocks.

Der Hochaltar

Der erste Blick bei Betreten der Kirche fällt auf den Hochaltar im Barockstil. Er stammt aus dem Jahr 1683 und ist ein Geschenk des Fürstbischofs Ferdinand von Fürstenberg, dessen Wappen an herausragender Stelle angebracht ist. In einem Strahlenkranz des Hochaltars sind die drei Buchstaben IHS zu sehen. IHS, die ersten drei Buchstaben vom griechischen Wort Jesus, ein Christussymbol, im Volksmund: Jesus, Heiland, Seligmacher; im Mittelalter als "Jesus Hominum Salvator", gedeutet, d.h. Jesus, Heiland der Menschen; von den Jesuiten übersetzt "Jesus Habemus Socium", d.h. "Wir haben Jesus zum Verbündeten".
Auf dem Bild des Hochaltars ist die Predigt des Johannes vor Herodes dargestellt: "Es ist dir nicht erlaubt, die Frau deines Bruders zur Frau zu nehmen!" Darunter sehen wir eine grausame Darstellung der Enthauptung des Johannes.

Die Seitenaltäre

Die beiden aufwendig gestalteten Seitenaltäre gehören zu den kunsthistorisch wertvollsten Stücken unserer Pfarrkirche. Beide sind dem Rokoko (1774) zuzurechnen und stammen von dem Paderborner Hofbildhauer Johann Jakob Pütt.

Der Marienaltar (links) stellt die Aufnahme Mariens in den Himmel dar. Wir entdecken an diesem Altar den Hl. Liborius, den Paderborner Diözesanpatron, Franz von Assisi, die Hl. Walburga, Äbtissin in Heidenheim, und den Apostel und Evangelisten Johannes. Über allem thront die Dreifaltigkeit, die im Strahlenkranz dargestellt ist.

Am Annenaltar (rechts) finden wir die Mutter Anna mit ihrer Tochter Maria sowie den Hl. Joachim und den Hl. Josef.

Die Kanzel

Die Kanzel samt ihrem Schalldeckel gehörte bereits zur Ausstattung der ersten Kirche und ist datiert auf das Jahr 1666.
Im 14. Jahrhundert sind die Kanzeln als Orte der Verkündigung ins Mittelschiff verlagert worden - vom Altar entfernt. Da Wortgottesdienst und Mahlfeier aber zusammen gehören, sind Altar und Ambo aufeinander zugeordnet.

Der Taufstein

Der Taufstein aus der Zeit um 1680 ist mit einem neueren bronzenen Deckel des Bildhauers Hubert Hartmann aus Rheda-Wiedenbrück versehen worden. Er zeigt Petrus als Menschenfischer, der deutlich macht, was Menschen zum Leben brauchen. Wie Fische das Wasser brauchen, so wird den Menschen in der Taufe das geschenkt, was sie zum Leben brauchen.

Mater Dolorosa

Aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges ist das älteste Kunstwerk unserer Kirche erhalten. Es handelt sich um eine Darstellung der Mater Dolorosa (der "Schmerzhaften Mutter"). Die Skulptur aus dem Jahre 1636 befindet sich im linken Teil des Querschiffes.

Die Orgel

Die Orgel ist die Königin unter den Instrumenten. Den Gottesdiensten soll sie nicht Königin, sondern Dienerin der Gott lobenden Gemeinde sein. Auf drei Manualen verfügt sie über 32 Register mit insgesamt 1792 Pfeifen. Das Instrument ist ursprünglich von der Fa. Anton Feith, Paderborn, erbaut worden. Die Orgelempore samt dem Orgelgehäuse entstand im Jahr 1696.

Umfassende Renovierung

zum 300-jährigen Kirchweihjubiläum 1986 wurde die Kirche umfassend renoviert bzw. restauriert. Deutliche Veränderungen erfuhr der Chorraum z.B. durch die Neugestaltung des Altars und des Ambos, gefertigt aus italienischem Naturstein Santa Fiora in der o.g. Werkstatt Hartmann. Der 1986 von Kardinal Degenhardt konsekrierte Altar enthält Reliquien der Märtyrer Hippolyt und Caesareus, des Hl. Nikolaus und der Hl. Ursula. Der Altar bildet den zentralen Ort, der gekennzeichnet ist mit dem Opferlamm und einer Siegesfahne. Jesus Christus ist der, der für uns geopfert wurde und durch seinen Tod und seine Auferstehung auch uns auf den Sieg über den Tod hoffen läßt. Diese Hoffnung und dieser Glaube wird hier lebendig. Am Ambo ist Jesus als Sämann dargestellt, der das Wort Gottes ausstreut. Die Fenster im Chorraum haben die sieben Sakramente zum Inhalt. Sie wurden 1986 in den Glasmalereiwerkstätten Peters, Paderborn, überholt und neu verbleit. Aus Gründen des Schutzes vor Straßenlärm und Schadstoffeinfluß sowie zur Energieersparnis wurde eine äußere Schutzverglasung angebracht.

In den Jahren 2011 und 2012 wurde die Kirche und der Turm umfassend renoviert, die Kirche erhielt eine neue Annenglocke, frische Ausmalungen und ein Schutzgitter. Die Kirche ist tagsüber vom Haupteingang her geöffnet. 

Die Brinkkapelle

Wenn Sie von Stukenbrock aus in Richtung Paderborn fahren, finden Sie etwa einen Kilometer nach dem Ortsausgang an der B 68 die Brinkkapelle. Dieses idyllisch gelegene Kleinod, das zum Verweilen einlädt, wurde um 1730 erbaut, später nach beiden Seiten erweitert und ist dem Hl. Antonius von Padua geweiht. Hier werden monatlich (jeden 3. Dienstag) Gottesdienste gefeiert.

Die St. Achatius-Kirche in Stukenbrock-Senne

Fahren Sie weiter in Richtung Paderborn, dann finden Sie im Ortsteil Stukenbrock-Senne nahe dem sowjetischen Kriegsgräberfriedhof und nicht weit von den Emsquellen entfernt die St. Achatius-Kirche, die im Jahre 1896 eingeweiht wurde.


"Man sagt nichts Wesentliches über den Dom aus,
wenn man nur von den Steinen spricht."

(Antoine de Saint-Exupéry)

Für die Menschen in Stukenbrock und für alle Besucher der Kirche sollte die Kirche zu einem Haus werden, in dem sie ein wirkliches Zuhause finden.