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St. Ursula Schloß Holte

Kirche

Die St. Ursula Kirche

Herzlich heißen wir alle Besucher der St. Ursula Kirche willkommen.

Zur St. Ursula Gemeinde gehören im Jahr 2011 3927 katholische Christen, für die die St. Ursula Kirche ihr geistlicher Mittelpunkt ist.  Am 13. Oktober 1913 wurde die St. Ursula Kirche vom Paderborner Weihbischof Hähling zu Lanzenauer geweiht. Das Jahr 2013 glänzt durch die 100-Jahr-Feierlichkeiten. Die Bevölkerung von Liemke und Schloß Holte war vor 100 Jahren deutlich gewachsen. 1839 wurde die Holter Eisenhütte errichtet und mit der Industrialisierung kamen viele Arbeiter nach Schloß Holte, so dass die Geistlichen von Kaunitz sonntags nach Holte fuhren, um dort die Christenlehre abzuhalten. Ein Kirchbau war unumgänglich geworden. Pastor Fröhling begann ab 1902 mit einer Kollekte und der Erfolg war aufgrund der ärmlichen Bevölkerung nicht sehr groß. Erst nach einigen Jahren waren 10 Prozent der Bausumme  zusammen, aber Frau Katharina Huckebrinker brachte ein Viertel der Bausumme  von 30.000,- RM auf und mit Zuschüssen von Paderborn und weiteren zahlreichen Stiftungen konnte am 10. November 1912 der Grundstein der Kirche gelegt werden und am 13. Oktober 1913 vollendet werden. 

Mehrfach wurde die Kirche umgebaut. Am 1. März 1942 wurde St. Ursula Pfarrei. Auf die vielen Veränderungen im Laufe der 100 Jahre kann nicht eingegangen werden, vielmehr möchten wir Ihnen kurz den Istzustand der Kirche erklären. Das Auge des Betrachters wird als erstes den neugotischen Hochaltar aus dem Jahre 1899 wahrnehmen. Es ist ein Altar mit zwei vollplastischen Ecksäulen. Das Antipendium zeigt eine aufgelegte Maßwerkschnitzerei. Das vorspringende Quadratfeld besitzt im zentralen Kreisrund eine Darstellung des apokalyptischen Lammes, das auf dem Buch mit den sieben Siegeln liegt. Die Padella mit gefassten Halbbildern zeigt die vier Kirchenlehrer in Reliefarbeit.  Dazwischen findet sich der Tabernakel. Auf dem Tabernakel findet sich ein Altarkreuz in einer baldachingekrönten Nische. Seitlich sieht man gefasste Reliefs der Taufe und der Verklärung Christi. 1975 ist dieser Altar von der Kath. Kirchengemeinde St. Johannes Baptist Rietberg gekauft worden. Der führende Bildhauer ist Heinrich Hartmann aus Wiedenbrück. Vor dem Hochaltar steht im neugotischen Stil der Volksaltar und das Ambo. Der Ambo stammt aus dem Jahre 1913. Die Herkunftszeit des Volksaltares ist nicht genau zu benennen.
Der Kreuzweg stammt aus dem Jahre 1914. Er umfasst 14 Stationen und hängt an den Langwänden der Kirche. Der Bildhauer Heinrich Hartmann hat ihn geschaffen. Die Reliefs sind farbig gefasst in gedämpfter Farbgebung. Nur Christus ist mit weißen Untergewand und roten Umhang mit goldenen Nimbus hervorgehoben. Alle Giebel des Kreuzwegs besitzen einen Krabbenbesatz und enden mit einem bekrönenden Kreuz.

An der Stirnwand des nördlichen Seitenschiffes findet sich eine Skulptur „Madonna mit Kind“. Das Jesuskind steht in der linken Hand der Gottesmutter. Das Kind ist dem Betrachter frontal zugewandt.

An der Stirnwand des südlichen Seitenschiffes ist ein Relief von Benno Lipsmeier aus Lippstadt zum Thema der göttlichen Dreifaltigkeit: die rechte Hand von Oben stellt Gott Vater dar, das Kreuz Gottes Sohn und die aufsteigende Taube den Heiligen Geist. Davor finden Sie das Taufbecken aus schwarzem Marmor aus dem ersten Viertel des 19. Jahrhunderts.

In der Wandnische in der Rückwand des südlichen Seitenschiffes ist ein Relief des heiligen Josef aus dem Jahre 1959 zu sehen. In der Wandnische in der Rückwand des nördlichen Seitenschiffes ist die Ikone von der „immerwährenden Hilfe“ zu sehen. Sie ist ein Halbbild der Gottesmutter Maria und dem Jesuskind. Sie befindet sich auf goldfarbenen Hintergrund mit griechischen  Buchstaben. Das Haupt der Mutter Maria ist mit zwei geflügelten Engeln zu sehen. Im Turnuntergeschoss findet sich die Pieta zum persönlichen Gebet.

Die wichtigste Figur in der St. Ursula Kirche ist die Figur der Heiligen Ursula. Sie hat einen Pfeil in der rechten Hand  und ein geschlossenes Buch im linken Arm. Ihr Haupt ist mit einer Zackenkrone bekrönt.


Die Orgel aus dem Jahre 1941 stammt von der Firma Speith aus Rietberg. Sie wurde 1933 und 1972 renoviert und 1988 erweitert